Schäden und Sperrung der Rheinbrücke waren gewollt und kalkuliert

Vielleicht haben auch Sie sich schon einmal gefragt wieso die Rheinbrücke bei Leverkusen von heute auf morgen für LKW gesperrt werden musste und ob dies wirklich nicht vorhersehbar und abwendbar war. Sie werden überrascht sein, es war vorhersehbar, es war sogar einkalkuliert. Man könnte sogar sagen, die Brücke wurde ganz bewusst auf vorzeitigen Verschleiß gefahren.

Wieso und warum diese Strukturschäden überhaupt in relativ kurzer Zeit entstanden sind, wird im folgenden Film sehr anschaulich und für jeden Laien verständlich erklärt.

17 Comments

  1. Ganz richtig Herr Blumenau. Viele Bürger kennen diese Hintergründe leider gar nicht. Genau das beschreibt der Film sehr anschaulich.
    Dass der Ausfall der Brücke überraschend kam oder nicht vorhersehbar war, wie Straßen.NRW behauptet, glaubt keiner mehr der die Hintergründe kennt.

  2. Irgendwer hatte Mal entschieden den Standstreifen auf der Brücke zur Fahrspur zu machen. Ja, es gab Mal eine Zeit da waren es nur zwei Spuren pro Richtung und ein Standstreifen.

  3. Oli. M. sagt:

    Einfach unter die Brücke stellen und sich die Konstruktion anschauen und an die Maus denken, oder
    wie sagte schon Stan Laurel: 2 + 2 ergibt etwas und 4 + 4 auch.

  4. Die Überschrift ist unglücklich gewählt. Gewollt waren die Schäden sicher nicht, aber billigend in Kauf genommen. Das Video stützt die reißerische Überschrift jedenfalls nicht. Ich finde eure Initiative aber unabhängig davon sehr gut und wichtig.

    • Hallo Olaf, danke für dein Feedback.
      Vielleicht können wir uns auf den letzten Satz unser Ausführung oben einigen. Denn es gibt Hinweise darauf, die vermuten lassen, dass es im Hintergrund Absprachen bzgl. Trassenführung, Grundstückübertragung Bayer — Stadt/Bund etc. gibt.
      „Wir können für uns nur zu dem Schluss kommen, dass man Schäden und Ausfall der Brücke innerhalb kurzer Zeit billigend in Kauf genommen hat bzw. der Zustand das Ergebnis im Folgenden evtl. sogar politisch gewollt war.“

      Weitere Infos dazu sind auf unserer Webseite zu finden.

  5. Dass sich jeder Bürger ein objektives Bild davon machen kann welche und wessen Entscheidungen zu bestimmen Gegebenheiten geführt haben.
    Es wurde vermittelt die Schäden sein plötzlich und unerwartet aufgetreten.

    • Ihr aber suggeriert in den Äußerungen hier, die Brücke sei mit der Absicht gebaut worden, die Schäden zu erzeugen.

    • Das ist nicht die Aussage des Artikels.

    • Thomas Dues Thomas Dues sagt:

      Finde es ziemlich unverschämt von Euch, einen neutralen und wertungsfreien Film der Maus für eure Propaganda zu nutzen. Dieser Film zählt einzig und alleine die Fakten auf.
      Die Absicht interpretiert Ihr da rein.

    • Wir interpretieren nicht lieber Thomas, sondern stellen die Fakten anhand des anschaulichen Maus-Beitrages heraus. Wenn Du den Beitrag aufmerksam und wertfrei verfolgst, wirst Du feststellen, dass erklärt wird, dass die Öffnung der 3.Fahrbahn und damit die Belastung der Brücke deutlich über die Auslegung hinaus Ursache für die Schäden sind.
      Da an diese Entscheidung Fachleute beteiligt waren, ist es wohl kaum Propaganda sondern unwiederlegbare Tatsache, dass das schnelle Versagen der Brücke billigend in Kauf genommen wurde.
      Als Propaganda dürften höchstens die Aussagen von Politik und Straßen.NRW gelten, die Schäden seinen unerwartet gewesen und daher Sperrungen unausweichlich.
      Ähnlich wenig haltbar, wie die Aussage eine Brückensanierung sei nicht möglich.
      Siehe auch http://www.levmussleben.eu/kombiloesung

    • Ihr redet dummes Zeug. Die erweiterte Brückennutzung hat über 20 Jahre funktioniert und damit ist bewiesen, dass die Fachkompetenz richtig entschied.

      Und es ist nicht die Sendung mit der Maus, die fachliche Erhellung bringt!
      Fachleute wissen das!

    • Da Du kein Fachmann bist Matthias, halten wir uns lieber an Redaktion der Maus bzw. an den Inhalt des Brückenbuches Protokolle von Straßen.NRW.

      Laut diesen sind bereits 1973 „erste Risse an der Orthotropen Fahrbahnplatte“ aufgetreten. Das war in der ursprünglichen Nutzung nach Auslegung (2 Fahrspuren je Fahrtrichtung) jedoch beherrschbar. Jedoch, „Risse in der orthotropen Fahrbahnplatte treten trotz mehrerer Instandsetzungsmaßnahmen bis heute immer wieder auf“.
      Trotz Kenntnis dieser Konstruktionsschwäche, hat man im Zuge des 6-spurigens Ausbaus der A1 zwischen Kreuz Leverkusen und Kreuz-West, mit einer Verzögerung, 1995 die dritte Fahrspur für LKW freigegeben.
      Zu diesem Zeitpunkt wurde die Brücke bereits mit dem 2-2,5 fachen Verkehrsaufkommen belastet für das sie ursprünglich konstruiert wurde (40000 KFZ/Tag).
      Nachdem massive „Risse an den Lasteinleitungssteifen am unteren Anschlusspunkt der Schrägstreben im Inneren des Hohlkastens“ auftraten, musste man bereits 2007 „an allen 544 Anschlusspunkten … eine aufwändige Instandsetzung“ vornehmen.
      Doch dies konnte die extreme Überlastung der Brücke nicht kompensieren, so das die Schäde schnell zunahmen:

      2010: Verstärkung des Bauwerks zur Beseitigung von statischen Defiziten beim Tragsicherheitsnachweis
      2012: Gravierende Rissbildung in den Rahmenecken der Querrahmen: Sperrung der Brücke für LKW-Verkehr über mehrere Monate.
      2014: Risse in den Seilkammern. Erneute Sperrung der Brücke für LKW-Verkehr.

      Bei der Planung der Brücke betrug das zulässige Gesamtgewicht von LKW 24t und das Bauwerk wurde für 40.000 Fzg./Tag ausgelegt. 1995 wurde die Brücke bereits von 80-100.000 Fzg./Tag befahren und das zul. Gg für LKW betrug 40t.
      Schaut man sich die Vita an, erkennt man, dass die Einrichtung des 3. Fahrstreifens die Brücke in max. 10 Jahren so massiv geschädigt hat, dass die Schäden kaum noch zu beseitigen sind.
      Ursprünglich für 100 Jahre ausgelegt, war diese Brücke also bereits nach 40 Jahren gefährdet. Obwohl seit 10 Jahren enormer Aufwand, wie bei keiner anderen Brücke, für die Instandhaltung betreiben wird, ist die Brücke nicht mehr zu retten.

      Es kann sich jeder Laie vor diesem Hintergrund selbst seine Meinung bilden, ob es vor diesem Hintergrund eine nachhaltige Entscheidung war den Rand der Brücke als 3. Fahrspur für LKW bis 40t freizugeben. Bei einer verantwortungsbewussten Entscheidung hätte im Zuge der Freigabe zumindest direkt mit der Planung eine Ersatzbauwerkes begonnen werden müssen.

      Wir können für uns nur zu dem Schluss kommen, dass man Schäden und Ausfall der Brücke innerhalb kurzer Zeit billigend in Kauf genommen hat bzw. der Zustand das Ergebnis im Folgenden evtl. sogar politisch gewollt war.

  6. Soso!
    Was sollen solche Meldungen bewirken?

  7. Martin No Martin No sagt:

    „..gewollt und kalkuliert..“ nun ja, kalkuliert vielleicht, aber gewollt klingt etwas überspitzt. Ich glaube nicht das Ingenieure da saßen: „komm lass der Brücke Schäden zuführen, zudem fließt der Verkehr besser“.
    Wenn doch davon gewusst wurde, warum dauert die Planung und der Bau jetzt alles so lange? Am Geld sollte es nicht scheitern. Wenn ich mir einen Trockner kaufe, weiß ich dass ich in 5-7 Jahren einen neuen brauche. Bitte, in Zeiten von BER und Elbphilharmonie… wenn wir es nicht hin bekommen, dann müssen das ausländische Baufirmen durchführen die das können.

  8. Wie soll man denn der Behörde die die intakte Brücke mit ihrer Fehlplanung zerstört hat, vertrauen, was die Planung einer neuen Brücke angeht?

  9. Elke Fischer Elke Fischer sagt:

    … statt MeinungsBILDUNG !…

  10. Elke Fischer Elke Fischer sagt:

    …für Kinder und uns Bürger verständlich aufbereitet, für Entscheidungsträger offenbar eine über Jahrezehnte (zunächst) aufgehende Kalkulation…Danke an die Maus für transparente Aufklärung von Bautechnik, Politik und deren Meinungslenkung von Bürgern…

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