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RP: Mit Kunst für die Kombi-Lösung

Volles Haus im Kulturausbesserungswerk: Unter der Überschrift "TunnelKultur" waren Künstler wie Wilfried Schmickler und der Sänger David Posor nach Leverkusen gekommen. Die Bürgerinitiativen wollen ihre Kosten refinanzieren.

„TunnelKultur“ war der Auftakt zu verschiedenen Benefizveranstaltungen. Die Bürgerinitiativen erhoffen sich Zulauf und Einnahmen.

Spontan erklärten sich diverse Leverkusener Künstler bereit, das Anliegen der Bürgerinitiative zu unterstützen. Schwieriger war es, einen Termin zu finden. Jetzt hat es endlich geklappt. Am Samstag startete im Kulturausbesserungswerk die erste Benefizveranstaltung unter der Überschrift „TunnelKultur“. Elke Fischer, Vorstandsmitglied beim Netzwerk gegen Lärm, Feinstaub und andere schädliche Immissionen (NGL), begrüßte die Besucher im ausverkauften Saal, ehe sie das Mikrofon an Udo Gerling gab. Der Künstlerbetreuer kündigte den Singer/Songschreiber David Posor an, der gecoverte Stücke wie „Herz über Kopf“ vortrug. Wilfried Schmickler versprühte danach sein Gift, verlor aber nur wenig Worte über den Tunnel. Zu seinem Einsatz sagte er: „Ich wollte einen kleinen Beitrag zum Begehren so vieler Bürger leisten.“ Schließlich rockte die Peter Nonn Blues Band den Saal und lieferte mit „Road Runner“ und weiteren Titeln den zum Thema passenden Sound.

Zwischen den Auftritten gab es jeweils einen kurzen Infoblock von Elke Fischer. Das kam beim Publikum gut an. Deshalb sei sie gekommen, bemerkte Anke Tennemann und betonte: „Die Informationen waren knackig auf Punkt gebracht.“

Die Initiative „LEV muss leben“ ist das Dach von Bürgerinitiativen aus Köln und Leverkusen, die gemeinsam die sogenannte Kombilösung – Rheintunnel zwischen Köln-Merkenich und Leverkusen plus Brücke ohne Öffnung der Bayer-Giftmülldeponie – vertreten. Man sei „auf jede Unterstützung angewiesen“, verdeutlichte Fischer, da viel Geld für Planer, Gutachter und Juristen benötigt werde. Die Politik hätte es zwar geschafft, den Bürgern zu vermitteln, es sei schon alles gelaufen, klagte sie an. Doch das stimme nicht. Erst als immer öfter vom „größten Problem“ – einer Öffnung der Giftmüll-Deponie – die Rede war, hätten die Menschen ihre Passivität abgelegt. „Das hat die Leute wach gerüttelt“, konstatierte Elke Fischer, die sich „sehr zufrieden“ mit dem Auftakt zeigte. Weitere Veranstaltungen sollen folgen: Zum einen will der aktive Helferkreis weiter auf der Straße aufklären. Zum anderen sind weitere Informationen geplant: am 26. Januar in der Grundschule Im Steinfeld (Bürrig), 31. Januar in der Schule Dönhoffstraße (Wiesdorf), 2. Februar in der Schule Kerschensteiner Straße (Küppersteg). Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. „Noch ist es früh genug“, wirbt die NGL und noch seien weder Autobahnausbau noch Brückenbau genehmigt.

Am Freitag, 10. Februar, 18.30 Uhr, folgt ein weiteres Benefizevent: „TunnelKultur op jeck“ findet im Saal Norhausen (Felderstraße) statt. Mit dabei sind u.a. Andreas Konrad, Oli Materlik, Uss d’r Lameng, Kölsche Cowboys, Voices of Leverkusen. Sogar Prinz Peter III. kommt vorbei. Eintritt: elf Euro. Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. (RP/Gabi Knops-Feiler)

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