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LEV muss leben! Startet stadtweites Feinstaub-Projekt

Ein simples Abwasserrohr aus Kusntstoff schützt den Feinstaub-Sensor vor der Witterung. Peter Schmidt, Dennis Wodzinkowski und Dr. Norbert Mülleneisen (v. l.) wollen in der gesamten Stadt Daten zur Belastung mit den Partikeln erfassen.

Hauptziel bei der Realisierung der Kombilösung ist die deutliche Reduzierung der Gesundheits- und Umweltbelastungen durch den Verkehr in Leverkusen. Hier spielen Abgase und Feinstäube eine maßgebliche Rolle doch die Datenlage zur Beurteilung ist besonders bei Feinstäube äußerst dünn.

So verfügt Leverkusen, trotz ca. 165.000 Einwohnern, knapp 80 km² Fläche und drei meist befahrenen Autobahnen im Stadtgebiet, gerade einmal über zwei offizielle Messstationen. Gleichzeitig berichten Fachärzte, wie Dr. Norbert Mülleneisen, von ca. dreimal soviel Lungenerkrankungen wie im umliegenden Rheinland.

Ein simples Abwasserrohr aus Kusntstoff schützt den Feinstaub-Sensor vor der Witterung. Peter Schmidt, Dennis Wodzinkowski und Dr. Norbert Mülleneisen (v. l.) wollen in der gesamten Stadt Daten zur Belastung mit den Partikeln erfassen. (c) Ralf Krieger | ksta.de

Hier wollen wir ansetzen und mit Selbstbau-Sensoren für Jedermann ein flächendeckendes Messnetz über ganz Leverkusen spannen. LEV muss leben! bietet hierzu einen offenen und kostenlos Workshop an, für den sich alle Bürger ohne technische oder fachliche Vorkenntnisse anmelden können. Im Rahmen des Workshops können die Feinstaubsensoren gebaut und in Betrieb genommen werden. Die Teilnehmer übernehmen lediglich die geringen Kosten der Teile zum Selbstkostenpreis (ca. 30-35€). Fachleute beantworten in lockerer Runde Fragen zum Thema und unterstützen beim Bau.

Die durch die Messstationen ermittelten Daten werden (anonymisiert) allen bei levmussleben.eu zugänglich gemacht. Zusätzlich werden wir interessante Mehrwert für die Bürger anbieten, wie z. B. unsere Feinstaub-Ampel, an der Bürger auf einen Blick sehen ob die Feinstaubbelastung in Leverkusen erhöht ist.

Weitere interessante Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung an unserem Workshop finden Sie auf unserer Feinstaubseite, Fragen beantworten wir gerne über unser Kontaktformular.

Feinstaub: Sensoren sollen Feinstaub-Belastung in Leverkusen messen

Mit dem bloßen Auge sind sie nicht zu sehen. Dennoch sind sie überall. Sie fliegen durch die Lüfte, werden umhergewirbelt vom Fahrtwind auf Leverkusens Straßen. Wo sie zum Stillstand kommen, richten sie großen Schaden an. Kleiner als 0,01 Millimeter sind die Partikel, und gerade deshalb so tückisch ist die Gefahr Feinstaub.

3 Kommentare

  1. Detlef Müller sagt:

    Hallo, Ich war ,bisher der Meinung das für Leverkusen und deren Kinder, heute und in Zukunft, nur eine Variante wichtig ist: Nämlich die komplette Tieflage der A1 und A3 in einen Tunnel! A1 von Merkenich bis hinter das Kreuz und A3 von Mülheim bis hinter Opladen. Mir war durchaus klar, das dieses in der Bauphase schwierig zu Bewältigen ist. Und mit erheblichen Belastungen für den Nah bzw. Fernverkehr. Aber Der Vorschlag mit der Kombilösung ist gut Durchdacht und nachvollziehbar. Ein wichtiger Aspekt bei den Tunnellösungen ist noch gar nicht genannt worden.
    Nämlich der, das Straßen in einem Tunnel gegenüber von Überführungen, langfristig betrachtet kostengünstiger sind. Man bedenke, das nicht nur der Rhein gequert werden muss! wir haben auch Bahntrassen, Straßen etc. zu queren. Und die haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Weil der Verwitterung ausgesetzt! Das wichtigste aber ist und bleibt, was tuen wir unseren Kindern, jetzt und in Zukunft an, wenn wir uns jetzt falsch entscheiden. Herr Dr. Mülleneisen ist, als Fachmann äußerst wichtig um die Folgen für uns alle Sichtbar zu machen! Da kann die Politik, und die Wirtschaft nicht wegschauen.
    Herzliche Grüße D. Müller

  2. TOLLE RESONANZ! Bereits kurz nach Veröffentlichung des Artikels sind die ersten Anmeldungen bereits eingegangen und es werden immer mehr.
    Wer mitmachen möchte, sollte schnell sein!
    Wir suchen aktuell noch Sensor-Paten aus Opladen, Manfort, Alkenrath, Küppersteg, Wiesdorf und Schlebusch.

  3. Erhard T. Schoofs sagt:

    Eine tolle Sache ! Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ! Finde es gut, dass Herr Dr. Mülleneisen wieder Unterstützung leistet ! LEV muss leben !

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