Süddeutsche: Warum Software-Updates das Diesel-Problem nicht lösen

Ein Kfz-Meister lädt ein Software-Update auf einen VW Golf mit einem 2,0-Liter-TDI-Motor. Ob das wirklich hilft, ist jedoch umstritten.

Die Politik hat heute wohl erst mal ihre Chance verpasst mit den Autoherstellern wirklich wirksame Maßnahmen zur zur Senkung der Stickoxidbelastung zu vereinbaren. Die Hersteller sind erst mal mit günstigen Softwareupdates davon gekommen. Das Problem: Dies wird die Luftwert nicht spürbar verbessern und daher Fahrverbote nicht verhindern.

Axel Friedrich, der früher das Verkehrs-Ressort des Umweltbundesamtes leitete und inzwischen für die Deutsche Umwelthilfe und die gemeinnützige Organisation „International Council for Clean Transportation“ tätig ist, sieht eine Verbesserung beim Stickoxidausstoß von lediglich zwei Prozent. Optimistischer ist der ADAC. Laut eigener Tests bei nachgerüsteten VW-Modellen hätte das Software-Update eine Schadstoffminderung von 20 bis 25 Prozent bewirkt. „Aber das Problem löst es nicht“, sagt ein Sprecher. „Wenn die Hälfte aller Euro-5-Diesel in Deutschland ein Update erhielte, würde die Luftqualität nur um weniger als zehn Prozent verbessert.“

Lesen sie alles Details im Artikel, z. B. dass der Spritverbrauch steigt…

Warum Software-Updates das Diesel-Problem nicht lösen

Fünf Millionen Dieselautos sollen ein Software-Update erhalten. Das wurde nun auf dem Berliner Diesel-Gipfel beschlossen. Analysiert man die Technolgie von Euro-5-Selbstzündern, die mit Abgasrückführung arbeiten, beschleichen einen jedoch Zweifel, ob die Maßnahme tatsächlich etwas bringt. Erste Tests von auf diese Art umgerüsteten VW-Dieseln zeigen, dass sich das Abgasverhalten kaum verändert, aber der Spritverbrauch steigt.

2 Kommentare

  1. Wo wird denn hier ein Rachegedanke formuliert Norbert?
    Nur gerade uns hier in Leverkusen hilft solch eine Alibi-Lösung gar nichts, genauso wenig wie ein kurzer Alibi-Tunnel.
    Softwareupdates werden die Luftwerte nicht verbessern, was bedeutet das? Werden die Luftwerte kurz-mittelfristig nicht deutlich besser, wird es Fahrverbote geben. Darüber wird nicht Herr Dobrindt oder Frau Hendricks entscheiden sondern Gerichte.

    Was bedeutet das für Leverkusen?
    1. Es gibt innerstädtische Fahrverbote die die Einwohner treffen.
    2. Fahrverbote gelten nicht für die 300.000 Fzg. die täglich auf A1/A3/A59 unsere Stadt durchfahren.

    Damit dürfte Leverkusen einer der größten Verlierer sein. In Stuttgart und Köln wird man auch das Auto stehen lassen müssen, aber dort wird man wenigstens mit besserer Luft in der Innenstadt wenigstens entlohnt. Wir dürfen nicht fahren und haben trotzdem miese Luft.

    Daher muss für Leverkusen die #Kombilösung mit möglichst langem Tunnel oberste Priorität haben! Nur diese kann die Luftqualität signifikant verbessern und uns damit auch lokale Fahrverbote ersparen.

  2. Jetzt lasst mal die Kirche im Dorf – manchmal habe ich den Eindruck, daß sachgerechte Problemlösung nachrangig ist sondern der Rachegedanke gegenüber der vermeintlich gewissenlosen deutschen Automobilindustrie im Vordergrund steht….

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