WDR Die Story | Dicke Luft durch dreckige Diesel – Was machen unsere Städte?

Die Story

Das Recherchemagazin „Die Story“ des WDR behandelt in seiner Ausgabe vom 28.2. das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zu Fahrverboten, der Schadstoffbelastung in Städten und den möglichen Alternativen.

Auch in diesem Beitrag wird schnell klar, dass Fahrverbote die letzte und nicht unbedingt effektivste Maßnahme sind die Luftbelastung in deutschen Städten zu senken. Deutlich wird aber auch, dass Kommunen, Bezirksregierungen und insbesondere die Bundesregierung alternative Maßnahmen in der Vergangenheit massiv versäumt haben und auch jetzt noch die nötige Motivation vermissen lassen.

ÖVNP schlecht ausgebaut, bei einer kostenlosen Variante scheut man die vermeintlichen Kosten, bei der Förderung von E-Autos und Herstellung der Ladeinfrasturktur hinkt man international weit hinterher und selbst das Netz an Radwegen wird in den meisten Fällen eher stiefmütterlich behandelt.
Leverkusen kann hier als weiteres Paradebeispiel dienen. Die Chance die Sünden der Verkehrsplanung der 60er Jahre im Zuge der neuen Autobahnplanungen in Leverkusen zu revidieren haben sowohl die Bürgermeister und Rat als auch Landesregierung leichtfertig verstreichen lassen. Auch bei uns wird sich dies vermutlich rächen, denn auch Leverkusen gehört auf die Liste der der 70 Städte in denen die Werte für Stickoxide regelmäßig überschritten werden. Das tragische hier, die Stadt hat mit innerstädtischen Maßnahmen fast keinen Einfluss auf die Belastung, denn 80-85% des Verkehrs läuft auf den 3 Autobahnen durch das Stadtgebiet.
Mangels wirksame Maßnahmen werden Fahrverbote also wohl unausweichlich sein. Leverkusener werden also unter den katastrophalen Verkehrsplanungen auf Landes- und Bundesebene massiv leiden, während hundertausende Autos weiter auf den Autobahnen durch die Stadt rollen.

Einzige Alternative: Doch noch einen langen Autobahntunnel zu realisieren. Hier für sollten, spätestens jetzt ALLE Leverkusener und auch die Bürger der Nachbargemeinden kämpfen.

 

1 Kommentar

  1. Rolf Birlenbach sagt:

    Es sollte jedem klar sein, dass ohne den Ausstieg aus der Braunkohle, welcher ja nicht weit entfernt ist hier keine Besserung in Sicht ist.
    Auch sollten die Fahrverbote auf die Autobahnen ausgesprochen werden, wobei nicht nur die NOx berücksichtigt werden muss, auch die kleinsten lungengängigen Partikel sollten Berücksichtigung finden, welche heuten bei den aktuellen Benzinern zu finden sind da hier noch deutlich schlechtere Grenzwerte zu finden sind als diese bei den Dieseln je waren.
    Man treibt also durch das Dieselfahrverbot Teufel durch den Beelzebub aus.

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