WDR Quarks & Co: Atmen in NRW – wie gefährlich ist unsere Luft?

Quarks & Co: Atmen in NRW - wie gefährlich ist unsere Luft?

Die WDR-Sendung Quarks & Co hat sich am 27. Juni mit der Luftqualität in NRW beschäftigt und hierbei auch selbst Messungen mit interessanten Ergebnissen unternommen.

Quarks & Co: Atmen in NRW – wie gefährlich ist unsere Luft? © WDR,

In der Sendung werden viele Aspekte zum Thema Luftbelastung durch Feinstäube und Stickoxide aufgegriffen und erklärt. Wieder einmal wird deutlich, dass es an der Gefährlichkeit von

Feinstäuben und Stickoxiden keinen Zweifel gibt.

Quark & Co hat u. a. gemessen welcher Belastung man in Innenstädten ausgesetzt ist, z. B. wenn man mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist. Hier wird auch deutlich wieso ein dichtes Messnetz, wie wir es aktuell im Rahmen unseres Feinstaub-Projektes für Leverkusen umsetzen, die Voraussetzung für eine aussagekräftige Datenbasis ist. Gerade in Innenstädten sind die Belastungen teils extrem unterschiedlich, so das die wenigen Messstationen die das NRW Landesamt betreibt, kein detailliertes Bild der Belastungslage zulassen. An Messstationen wie am Clevischen Ring in Köln werden die gesetzlichen Grenzwerte seit Beginn der Messungen im Jahre 2008 massiv überschritten, berichtet Diana Hein, Leiterin Immissionsschutz des Umweltministeriums NRW. Dies sei ein nicht tragbarer Zustand, deshalb müssten dringend mehr Anreize zum Umstieg auf Fahrrad oder öffentlichen Personennahverkehr geschaffen werden und Diesel-Fahrzeuge dringend sauberer werden und die Luftwerte schnell zu verbessern. Ansonsten bleiben nur Fahrverbote als effektive Maßnahme.

Hier ist man im Umweltministerium NRW scheinbar bereits weiter als in Leverkusenes Rat und Verwaltung, wo man die Problematik leugnet und Anträge zu einer Zusammenarbeit für eine flächendeckende Erfassung von Messwerten mit uns rundweg ablehnt. Am Ende wird Leverkusen wie so oft von den Ereignissen überrannt werden, denn man hat scheinbar noch nicht erkannt, das die Thematik bereits eine solche Eigendynamik entwickelt hat, dass sie vor unseren Stadtgrenzen keinen Halt macht und auch das Thema Gesamtverkehrskonzept samt Rheintunnel maßgeblich beeinflussen wird. Allein mit den vorgeschlagenen E-Bikes für die Stadtverwaltung, wird man in Leverkusen keine Fahrverbote vermeiden.

3 Comments

  1. Ganz am Ende des Beitrages werden sogar noch kurz unsere Feinstaubsensoren erwähnt.
    Weitere Infos hier http://www.levmussleben.eu/FEINSTAUB

  2. Jürgen Mikus sagt:

    sehr interessanter Quarks-Beitrag! Ich hätte ihn verpasst, wenn nicht „LEV muss leben“ den Link zur Verfügung gestellt hätte. 44 wichtige Minuten! Danke.

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