SZ: Fahrverbote – Den Schwarzen Peter haben die Stadtbewohner

Qualm aus dem Pkw-Auspuff: Beim Thema Diesel-Fahrverbote schieben sich die Beteiligten den Schwarzen Peter zu.

Beim großen Dieselschmutz-Spiel schieben alle die Verantwortung von sich. Dabei könnten die Städte längst etwas gegen die schlechte Luft tun. Es wären unpopuläre Maßnahmen.

So einfach sind die Regeln vom Schwarzen Peter, dass sie wirklich jedes Kind versteht. Es ist nicht schlimm, die Karte mit dem Peter mal auf der Hand zu haben. Nur ganz am Schluss, wenn alle anderen Karten aus dem Spiel sind, dann muss sie ein anderer haben. So ist das auch mit den Fahrverboten.

Am Tisch sitzen: Deutsche Großstädte mit einem Luftproblem. Eine Autoindustrie, die zu allem Überfluss unter Betrugsverdacht steht. Die Besitzer von gut zwölf Millionen Dieselautos, die womöglich bald nichts mehr wert sind. Und eine Bundesregierung, die gerade in den Wahlkampfmodus wechselt. Nicht dabei sind Millionen Bewohner deutscher Innenstädte, sie werden am Ende den Schwarzen Peter haben. Eine traurige Geschichte, aber dazu später…

 

Den Schwarzen Peter haben die Stadtbewohner

Beim großen Dieselschmutz-Spiel schieben alle die Verantwortung von sich. Dabei könnten die Städte längst etwas gegen die schlechte Luft tun. Es wären unpopuläre Maßnahmen. So einfach sind die Regeln vom Schwarzen Peter, dass sie wirklich jedes Kind versteht. Es ist nicht schlimm, die Karte mit dem Peter mal auf der Hand zu haben.

 

2 Comments

  1. Die Dieselabgase riecht man, bei den Benzinern, die bis zu 10 mal mehr Abgase produzieren kommt der Tod schleichend.
    Benziner haben oft noch nicht mal einen Partikelfilter. So nun die Frage was ist schädlicher, Benziner ohne Partikelfilter, mit kleineren lungengängigen Giftstoffen oder Diesel mit Partikelfilter und Partikeln die erst gar nicht bis zur Lunge vordringen.

    • LEV muss leben! sagt:

      Die Problematik ist bei Benzinern und Dieseln am Ende die gleiche nur in verschiedenen Ausprägungen. Bei Dieselmotoren sind es mehr Feinstäube und Stickoxide und bei Benzinern mehr CO2. Aber auch hoch aufgeladene Benziner produzieren Feinstäube, nicht umsonst hat BMW bereits vor Wochen angekündigt zukünftig alle Benziner mit Partikelfilter auszurüsten.

      Die Autobauer kennen die Lage und die Probleme ganz genau auch wenn sie es nicht zugeben. Verbrennungsmotoren sind nicht zukunftsfähig. Weil man aber bereits von 30 Jahren erkannt hat, dass man diesem Konzept aber deutlich mehr verdient als an reinen Elektro-Fahrzeugen, versucht man mit Gewalt ein totes Pferd zu reiten.
      Am Ende wird die Entscheidung über das Ende von Verbrennungsmotoren jedoch weder in den Konzernzentralen in Stuttgart, München, Wolfsburg oder im Regierungsviertel in Berlin getroffen, sondern auf den internationalen Märkten. Dort spielt der Diesel mit 9% bereits heute keine bedeutende Rolle und die großen Märkte der Zukunft liegen auch nicht in Europa sondern Asien.

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