WDR Westpol | Exklusive Recherche: Öffentlichkeit bei A1-Rheinbrücke massiv getäuscht

Wurde die Öffentlichkeit beim Neubau der A1-Rheinbrücke bei Leverkusen getäuscht? Nach Recherchen des WDR-Magazins Westpol haben sich Politik und Wirtschaft abgestimmt, um einen Tunnel unter dem Rhein zu verhindern.

Dem WDR-Magazin Westpol liegt eine interne E-Mail aus dem November 2015 vor. Der oberste Planer für Bundesfernstraßen im NRW-Verkehrsministerium schreibt an den damaligen Minister Michael Groschek (SPD), man solle „nach außen sagen, dass man sich eine Tunnellösung ernsthaft gewünscht habe„. Dann sei sein Votum: „die Tunnelvariante für die weitere Planung auszuschließen“.

Scheinbar gab es auch Absprachen mit dem Verband der Chemischen Industrie, vorrangig Bayer, die einen schnellen Neubau der Rheinbrücke mit der, mittlerweile widerlegten, Begründung „nur so seien Gefahrguttransporte möglich“ aktiv bei der Landesregierung platzierte.

Weitere Details in der WDR Westpol Sendung im folgenden Link. Weiterführende Infos auf der WDR Sonderseite zum Themenkomplex weiter unten.

 

Leverkusener A1-Rheinbrücke: Wurde Tunnel-Option früh ausgeschlossen?

Enge Abstimmung mit der chemischen Industrie Auch der Bayer-Konzern, durch dessen alte Giftmülldeponie die neue Autobahn verlaufen soll, warb für die schnelle Brückenlösung. Angeblich könnten Gefahrgut- Lkw einen Tunnel nicht nutzen. Diese Position hat der Chemie-Verband bei der ehemaligen Landesregierung schon 2015 platziert.

 

1 Kommentar

  1. Wolfgang Kirschbaum sagt:

    Ich kann es nicht glauben, wie hier das Volk, in NRW speziell in Leverkusen von der Politik hinters Licht geführt wurde. Hoffentlich verschwinden Groschek und Co für immer.

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